Restaurierung einer geschmiedeten Turmuhr aus Angeln (S-H)

Einzeigeriges, geschmiedetes Turmuhrwerk um 1720 vor der Restaurierung.

 

Zeiger, Zifferblatt und Gewichte fehlten.

 

Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Uhr mit einem elektrischen Aufzug zu versehen. Hier wurde auf einen "gegenläufigen Aufzug" mit Pendelfänger zurückgegriffen. Diese Art des Aufzuges verbindet minimalsten Eingriff in die bestehende Uhr, denn nur ein gegen-läufiges Seil auf den Aufzugstrommeln läuft zu den unter der Uhr montierten Motoren. Dadurch wird auch der Denkmalschutz zufrieden gestellt.

 

 

 

 

Die Restaurieret Uhr beim Probelauf in der Werkstatt.

 

Chemisch entrostet, manuell und mit Ultraschall gereinigt, trowalisiert und mit Graphitpaste konserviert.

 

Blick auf Windfang und innenverzahnte Schlossscheibe.

 

 

Seitenansicht der restaurierten Uhr. Lediglich das Gehwerk ist mit einem Aufzugsseil und "Probiergewichten" bestückt.

Die alten Holztrommeln konnten gerettet werden. Lediglich die Triebstecken vom Anrerrad und die Ankerlager mussten ersetzt werden.

 

 

 

 

 

Die fertig restaurierte Uhr im Turm aufgebaut.

Zum Probelauf ist nur das Gehwerk in Betrieb.

Die fertig montierte Uhr im Turn.

 

Hier ist das gegenläufige Seil gut zu sehen. Nach oben läuft das Seil über eine Rolle und hat am Ende einen Stein als Antriebsgewicht. Dieser bekam später noch einen geschmiedeten Gurt.

Nach unten läuft das dünnere Seil direkt auf einen Spezialmotor.

 

 

Und da das Beste zum Schluss kommt:

 

Unter dem Glockenhaus (noch ohne Glocke), das neue Zifferblatt (180cmx170cm) mit Stundenzeiger. Zahlen und Zeiger sind in Blattgold ausgeführt.

Die Ausführungen erfolgten nach altem Bildmaterial.

Über dem Zifferblatt, die Kupfereinfassung. Sie schützt vor Regen und beherbergt gleichzeitig eine LED-Beleuchtung.


Turmuhr in Hamburg

Diese Turmuhr der Fa. Korfhage besitzt einen Aufzug mit konstanter Kraft (Remontoire Aufzug), Grahamhemmung, Viertelstunden- und Stundenschlag.

Sie wird jährlich von mir gewartet.

 

 

Korfhage Turmuhr von oben. Hier ist der Grahamanker mit dem Ankerrad gut zu sehen.

Unten im Bild die schrägverzahnten Kronräder des Remontoire Aufzuges mit dem leichten Gewicht.


Einzeigerige, geschmiedete Turmuhr in der Schusterstadt

 

 

Einmal im Monat schaue ich nach dem Gang der "Klosteruhr". Es handelt sich um eine geschmiedete Turmuhr mit schrägen Eckpfeilern eines unbekannten Meisters. Die Grahamhemmung und der elektrische Aufzug mit Endloskette stammen aus der Neuzeit.

Auffällig bei der Uhr ist der senkrecht angebrachte Windfang mit "Schneckengetriebe". Auch hier fand bereits einen Erneuerung statt.

 

 

 

 

Schrägverzahntes Antriebsrad aus Messing mit Schneckentrieb des Windfangs

 

 

Der Glockenturm der Kolsterkirche.

 

 

Oberhalb der mächtigen Strebstützen das Zifferblatt mit aufgesetztem Ziffernreif und der Datierung ANNO 1788.

Der klassische Stundenzeiger besitzt eine gepfeilte Spitze. Sein hinteres Ende schmückt ein sichelförmiger Halbmond. Zahlen, Zeiger und Schriftzug sind blattvergoldet.

Turmuhr mitten in Schleswig-Holstein

 

 

 

Bei dieser elektrisch betriebenen Uhrenanlage sollten im Zuge der Turmsanierung auch die drei Zifferblätter mit den Zeigern restauriert werden.

 

 

 

Alle drei Zeigerpaare waren vom Rost sehr mitgenommen. Die Streben auf der Rückseite waren teiweise wegkorrodiert.

 

 

 

 

Stark korrodierte Streben auf der Rückseite des Zeigerpaares (Detail).

Die drei restaurierten Zifferblätter mit den Zeigerpaaren. Auch hier sind Zahlen und Zeiger blattvergolet.

 

Die alte, mechanische Turmuhr der Fa. Weule läuft seit ein paar Jahren im "Uhrenzimmer" Probe. Es bestehen Überlegungen, die alte Turmuhr wieder an die Zifferblätter "anzuschließen" und auch die Schlagwerke vom Werk antreiben zu lassen.

Korfhage Turmuhr in der Rosenstadt

 

 

 

Beträuung einer bedeutende Turmuhr der Fa. Korfhage.

Neben dem Viertelschalg ist die besondere Denison-Hemmung hervorzuheben.

 

 

 

 

Wie bereits oben erwähnt, zeichnet sich diese Uhr durch den verwendeten Denison-Gang aus.

Diese spezielle Hemmung verlangt immer lange und zugleich schwere Pendel. Daher steht diese Uhr in ihrem Uhrenschrank auch auf einem Podest.

 

 

 

 

Detailaufnahme des Denison-Ganges